Samstag, 3. Juni 2017

In heaven 03.06.2017





Huhu,

das Foto ist zwar schon etwas älter. Passt aber dennoch gut zur aktuellen Woche. Somit bin ich ja in der Nacht von Donnerstag auf Freitag nach Deutschland zum Kurzurlaub geflogen. Und, da es nachts war sah es natürlich nicht so aus. ^^

Los ging es für mich um 00:45 Uhr, nachdem ich zu diesem Zeitpunkt schon knapp 18 Stunden wach war. Mein Flug ging um 02:45 Uhr. Late Check-In 02:05 Uhr. Ich habe eine dreiviertel Stunde versucht IRGENDWIE an ein Taxi zu kommen, da die einzigen zwei Busse in meiner Gegend, welche zum Flughafen fahren irgendwann um 20:00 - 21:00 Uhr den Dienst einstellen. Also, das wollte ich mir dann doch auch nicht antun, den ganzen Abend am Flughafen zu verbringen. Und der Nightliner, der bei uns fährt, der fährt natürlich auch NICHT zum Flughafen... Also, um kurz vor 01:30 Uhr dann den Bus genommen bis zum Bahnhof gefahren, und gehofft, dass dort dann Taxen stehen. Oder mich der Busfahrer nicht in seinem Eifer der Übung zum Rennfahrer noch umbringt. Am Bahnhof standen dann tatsächlich auch Taxen, so dass es direkt weiter gehen konnte und ich mit klopfendem Herzen, und einem halb explodierenden Adrenalinspiegel um 01:40 Uhr am Flughafen war. Hier nur noch den richtigen Check-In-Schalter gesucht, und mein panisches Herz versucht zu beruhigen, dass es jetzt alles wird. Aber, wie es so ist, das Herz lässt sich nicht so schnell beruhigen. Auch, wenn der nette Herr am Schalter aufmunternd sagt, dass das Boarding um 02:20 Uhr ist, und man also noch viel Zeit habe um zum Gate  zu kommen. Natürlich habe ich mich dann in meiner Panik, dass ich den Flug verpasse entschieden mir außen nichts mehr zum Trinken zu holen, sondern direkt den Weg durch den Sicherheitscheck zu machen. Oh mein Gott, bin ich hier am richtigen Checkin, oder bin ich hier falsch und verpasse dann doch noch meinen Flug? War das auch das letzte Mal der Durchgang? Ja, das war er, also stell dich jetzt da an, und mach den Sicherheitscheck! Okay, auch die diensthabenden Sicherheitskräfte haben mir nichts gegenteiliges gesagt, dass das für meinen Flug der falsche Eingang ist, somit sollte es doch stimmen, oder?

Oh Gott, das sieht alles so anders aus, und die Geschäfte sind geschlossen. Bin ich hier tatsächlich richtig? Ah, okay, das ist der Dudy free shop, durch den man läuft, wenn man zum Gate geht, nur irgendwie bin ich da jetzt entweder aus einer anderen Richtung gekommen, oder es sieht einfach nur merkwürdig aus, weil dieser um 02:00 Uhr geschlossen hat.

Hey, also gut, ich bin tatsächlich da wo ich hin muss, jetzt heißt es nur noch 10 Minuten warten... *freu*

Um 02:25 Uhr dann das Boarding. Wäre klein Andrea nicht schon 19 Stunden wach gewesen, hätte sie auch bewusst realisiert, dass es trotz zwei Zugängen für Premium class und Economy class auch die Wartezeit gibt, bis die Economy rein darf. Und sie hätte sich auch direkt eine Möglichkeit gesucht den Ausweis aus der Tasche zu fischen. Das Boarding verlief schnell und reibungslos. Auch, wenn ich hier sagen muss, dass sich die Airlines ruhig mal was von der TAP (portugiesische Airline) abschauen können. Bei dieser Airline werden die Leute in Gruppen aufgerufen zum Boarding, und zwar erst die Passagiere, welche in den hinteren 10 Reihen sitzen, dann die nächsten 10 Reihen, ... Man kommt schnell an seinen Platz, das Gepäck ist schnell verstaut, weil man einfach nicht quer durch das Flugzeug an x Passagieren vorbei gehen muss.Ich hatte dann so langsam gemerkt, wie der Adrenalinspiegel sinkt, und meine Aufgedrehtheit, also die Panikattaken sich senkten. Angst machten mir jetzt nur noch die zwei Kinder, welche auf der anderen Seite des Gangs in der selben Reihe saßen. Aber auch diese Angst war unbegründet.

Ich hatte mir ja wie immer, wenn es im Vorfeld möglich war, einen Fensterplatz ausgesucht. Auch, wenn ich es im Nachhinein eher als Blödsinn angesehen hatte. Dennoch hatte es sich dann gelohnt. Alles Nachtschwarz oder Nachtblau, so konnte man die Beleuchtung der Städte sehen, welche sich im Nachthimmel mit dem Wasser darum, oder auch dem unbeleuchteten Teilen des Landes, ergießen wie Lavaströme oder kleine Lavaseen. Diesen Anblick genoß ich bis nach Spanien, dann hatte mich nach, 20,5 Stunden wach sein ein leichter Schlaf erwischt. Um 06:00 Uhr wurde ich dann wieder wach, und konnte so den frühen Sonnenaufgang über den Schweizer Alpen genießen. Mittwlerweile befinde ich mich in einem 22-Stunden-Wach-Modus, und habe noch 2 Stunden Aufenthalt in Zürich und 1 Stunde Flug vor mir bevor ich an meinen Tagesplan 1 ran kann. Dieser besagte, dass ich mich mit einer Freundin treffen werde, um ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, und dann in unserem Stammcafe zu sitzen und zu quatschen. Dies hatten wir auch getan, nachdem ich mich auf Befehl meines Bruders 30 Minuten hingelegt hatte. Um 15 Uhr, und 32 Stunden wach hatte ich mich dann mit meiner Freundin getroffen. Der Nachmittag und der Abend waren wie immer super. Highlight war das New Orleans Festival, welches dieses Wochenende in Fürth statt findet. Die Gruppe war richtig gut, welche dort auftrat. Doch irgendwann merkte ich, dass ich beginne zu dehydrieren, und so gingen wir los, mir etwas zu Trinken zu besorgen, und mich zur U-Bahn zu befördern, dass ich nach Hause zu meinem Bruder komme. Dort bin ich dann um 23:00 Uhr eingetroffen, und war dann tatsächlich meine 40 Stunden wach.

Manch eine/r von euch möge jetzt vielleicht den Finger erheben und mir erklären, dass dies nicht stimmt. Es könnten auch nur 39 Stunden gewesen sein, um diese eine Stunde hin oder her möchte ich nicht streiten, hierfür bin ich heute noch nicht fit genug, nachdem ich nur max. 8 Stunden geschlafen, und einen ganzen Tag Shoppingtour hatte. Manch eine/r mag aber wohl eher den Finger in Richtung "das stimmt nicht, weil Flugzeug und 30 Minuten Schlaf beim Bruder" heben, und mir erzählen, dass ich dann eben keine 40 Stunden wach war, sondern eben weniger. Möget ihr den Finger heben, und belehren wollen. Diese 2 Tage waren die längsten Tage, die ich hatte, und der Schlaf, den ich hatte im Flugzeug und auf dem Sofa sind für mich nicht zählbar in dem Sinne wie es ein mehrstündiger erholsamer Schlaf im Bett machen würde.

Ich merke, dass mir dies alles noch in den Knochen hängt, und dennoch habe ich wieder viel zu lange gemacht, und habe doch nicht dies geschafft, was ich schaffen wollte. Doch da meine Aufnahmefähigkeit noch immer im unteren Leistungsbereich angesiedelt ist, und ich für morgen den nächsten Tagesausflug geplant habe, werde ich mich jetzt um 23:10 Uhr zusammen packen, und ins Bett gehen, um wenigstens ein bisschen Schlaf in diesem Urlaub zu erhalten.

Liebe Grüße

Rea

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