Samstag, 21. März 2015

Schreibzeit #3 Der Blog ein privates Tagebuch?










Weil ich gerade die Zeit hab, und weil sonst nix los ist... Es ist mal wieder #Schreibzeit bei Bine von was eigenes.

Heute nimmt Bine Bezug auf das Thema des Vormonats bzgl. des Aufbaus der Leserschaft.

Erstaunlich findet sie hier, dass viele Blogger erst mal erzählen, dass sie eigentlich die Texte für sich schreiben, und dann doch darauf hoffen, dass sie Kommentare bekommen. Dass sowas gegenläufig ist, da stimme ich der lieben Bine zu. Und wenn man das so von anderen mal liest, fällt es einem auch auf wie doof diese Einstellung ist. Ich für meinen Teil sage, ich freue mich über ALLE 59 Follower, die ich über GFC sowie G+ habe. Auch die "geheimen", die mir über E-Mail folgen... Ich freue mich, dass ihr meine Texte lest.

Wenn ich es genau auseinander nehme, kann ich das Bloggen vielleicht auch etwas mit dem Briefe schreiben vergleichen.

Egal, Bine will wissen, ob der Blog ein privates Tagebuch ist, oder ein öffentlicher Raum. Fakt ist, so lange jeder "Hinz und Kunz" auf den Blog schauen und stöbern darf. Nun könnte ich den Blog einstellen, dass nur gewisse Leute die Inhalte sehen dürfen. Gleich wie auf Facebook. Manches Mal wäre dies wohl wirklich ratenswert, dass man den Blog nur noch für bestimmte Leute frei gibt. Aber, gleich wie auf Facebook lerne ich über das Bloggen viele nette Leute kennen, die ich zwar bisher nicht persönlich treffen durfte, aber dennoch das Gefühl habe, hier einen echten Freund auf der anderen Seite des Bildschirms gefunden habe.

Ich habe Briefe, um einfach mal etwas weiter auszuholen, immer als eine andere Art des Tagebuches gesehen. Man kann in einem Brief Sorgen und Probleme, Freude und Leid ansprechen. Glück und Unglück angeben.  Wie in einem Tagebuch, nur mit dem Unterschied, dass man auf seine Erzählungen eine außenstehende Meinung bekommt. Jeder hat einen anderen Blickwinkel auf die Dinge und kann durch diesen anderen Blickwinkel seine Meinung oder Tipps entsprechend geben. Warum ich auf das Thema Briefe komme? Ganz einfach, ist ein Blog im Grunde nicht vergleichbar mit einem Brief, oder meinetwegen einer E-Mail? Man kann, in seinem bequemen Wohlfühlrahmen über alles schreiben was einen beschäftigt. Als 2013 meine Mutter urplötzlich gestorben ist hat, so möchte ich fast etwas sagen, das Schreiben eines Blogbeitrages geholfen die gesamte Situation ein Stückweit zu verarbeiten. Auch wenn ich nicht gleich am selben Tag mit der Sprache raus kam, sondern euch erst mal im Dunkeln gehalten habe. Man musste sich selbst erst mal über die ganze Situation im klaren werden. Genauso wollte ich erst mal hinterm Berg halten, weshalb ich bis auf Weiteres eine Bloggerpause einlege. Nachdem ich nun aber einen Kommentar erhalten hatte, worin die etwas - vielleicht auch zurecht - enttäuschte Aussage kam, dass man doch gern wissen möchte was los ist, weshalb ich mir diese Auszeit genehmige. Hierauf hin habe ich beschlossen, dass ich euch sage was los ist. Genauso wird so bald es die Zeit zulässt ein ausführlicher Blogbeitrag erscheinen. Doch bis zum Monatsende werde ich nicht dazu kommen, irgendetwas ausführlich am Blog zu machen. Okay, genug erklärt...

Die Frage, auf die Bine eine Antwort wollte und um die ich gerade einen riesen Bogen mache ist eigentich ganz kurz beantwortet. Mein Blog ist ein Tagebuch, ein Fotoalbum, welches mir die Möglicheit gibt Antworten oder Rückmeldungen zu bekommen, die mir ein normales Tagebuch niemals geben könnte, Antworten auf die ich alleine womöglich gar nicht kommen würde, weil ich einfach viel zu tief in einer Situation stecke und langsam aber sicher den Tunnelblick habe. Daher werde ich immer versuchen so natürlich wie möglich zu sein. Oberflächliche Themen mit euch teilen, aber auch mal private Situationen mit euch besprechen. Ich persönlich habe dann auch noch die Erfahrung gemacht, dass man manche Dinge, persönliche Dinge, eher mit fremden besprechen kann, als mit engen Freunden. Wie ich darauf komme? Ganz einfach, gute Freunde sind extrem in euer Leben involviert, so dass sie vielleicht gar nicht mehr die Möglichkeit haben eine Sache von Außen zu beurteilen. Ein Fremder, der dich, dein Leben, deine Situation nicht kennt kann unter Umständen als Aussenstehender neue Aspekte und mehr Licht ins Dunkel bringen, als jemand der dich besser kennt als du selber.

Ja, es gibt also tatsächlich Beiträge auf die man eine Antwort erhofft. Genauso gibt es aber auch Beiträge, auf die man keine Antwort erwartet, weil man sich einfach nur mal Luft machen muss. Würde ich den Blog weiter führen, auch wenn ich keine Kommentare erhalte? Ich denke ja... Wie gesagt, ich habe es für mich als eine Art Tagebuch genommen, in dem ich nicht nur irgendwelche allgemeinen, unpersönlichen Dinge nieder schreibe, sondern auch meine Gefühle widergeben möchte. Irgendwann schaut man vielleicht mal wieder über diese Beiträge und sieht die ganze Sache urplötzlich nicht mehr so schlimm, wie damals, als man Mitten drin steckte... Genauso wie ich in ein paar Wochen oder Monaten über mein jetziges Verhalten lachen werde.

Ich freue mich auf die nächste Schreibzeit, und vielleicht bist ja du auch mit dabei.


1 Kommentar:

  1. Liebe Rea, danke, dass Du bei #Schreibzeit mitgemacht hast.
    Ich finde es toll, wie Du Dich und Deinen Blog reflektierst. Auch finde ich es
    gut, wenn Gefühle im Spiel sind... auch, wenn ein paar Wochen oder Monate später, die Gefühle anders sind, als damals!
    Sonnige Grüße, Bine

    AntwortenLöschen

Liebe, nette, sachliche Kommentare sind immer gern gesehen... Bedenkt aber, dass ich es mir vorbehalte unsachgemäße, beleidigende Kommentare zu löschen.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...