Freitag, 23. Januar 2015

[Rezension] Der Geschmack verlorenen Glücks - Melancholie, eine Ode an das Leben von Maria Zaffarana

Genre: Anthologie
Reihe: Einzelband
Autor: Maria Zaffaran, u. a.
Erscheinungsjahr: 2014
Sprache: deutsch
Verlag:
ISBN: 9781502467775
Preis: 9,90 EUR* D
Seiten: 112

© Maria Zaffarana


 Über die Autorin:

Maria Zaffarana, Jahrgang 1973, war 10 Jahre lang als Promi-Reporterin bei zwei Illustrierten tätig und promovierte nebenher in Literaturwissenschaften. Sie machte sich 2009 als freie Journalistin und Autorin selbstständigund. Sie veröffentlichte Anthologien sowie ein wissenschaftliches Fachbuch über Goethes >>Werther<<. Ihr erster Roman >>Die Wahrheit ist ein Schlund<< erschien 2014 in zweiter Auflage. Ebenfalls seit 2014 ist sie Chefredakteurin des Genießer-Magazins CarpeGusta.de.
13 Kurzgeschichten von 13 Autoren und Autorinnen. Jede dieser Geschichten beschäftigt sich in ihren Wesenszügen mit dem Gefühl, dass es einem immer schlechter geht als den anderen. Sei es nun der Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod, oder weil man in Streit geraten ist und denkt, dass es gar nicht mehr schlimmer kommen kann. 


Meine Meinung:

Hier sitzt ein junger Mann im Zug und lauscht der Geschichte einer älteren Frau wie sie ihr Leben nach einem einzigen Fehler verbracht hatte, der so leicht aus der Welt zu räumen gewesen oder vermeidbar gewesen wäre. Dort sitzt ein Mann am Sterbebett seiner Frau und versteht die Welt nicht warum er gehen muss.

Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich die Geschichten nicht gepackt haben. Die Geschichten in ihrer Einzelheit spiegeln die Wahrheit wider, wie wir Menschen uns benehmen. Uns passiert etwas, was wir in diesem Moment nicht verwinden und nicht mit umgehen können, und schon sind wir die ärmste Sau auf Erden. Niemand außer uns hat diesen Schmerz je erlebt.

Eine von diesen 13 Geschichten hat es dann aber dennoch geschafft mich einzufangen, und einzusaugen... 

"Gewitterrot" von Anne Heerlein.

Ein kleines Kind erzählt wie seine Mama ihm vom Papa erzählt, warum er immer so schnell böse ist. Sie fragt ihren Sohn, ob er auf seinen "Reisen durchs All und auf fremde Planeten" auch mal auf Außerirdische trifft. So erklärt die Mama den ausrastenden Vater. Wenn die Fußmatte vor der Tür nicht richtig liegt, wenn jenes nicht stimmt... An diesem Abend war es mal wieder soweit, dass dem Vater etwas nicht gepasst hat. In solchen Momenten nimmt ihn seine Mutter immer und führt ihn in ein seperates Zimmer und sagt ihm er soll malen... Selbstverständlich ist der rote Wachsmalstift zerbrochen, weil ER Rot nicht mag... In diesem Zimmer soll er bleiben, bis sich das Gewitter gelegt hat.

Fazit
 
Jeder dieser Autoren und Autorinnen hat seinen/ihren ganz eigenen Schreibstil, in den man gut rein kommt. Die Figuren sind leider nur teilweise plastisch ausgearbeitet. 

Für mich persönlich nicht das Buch, welches ich selber gekauft hätte, oder so schnell noch mal zur Hand nehme. Dennoch sind es die Autoren und Autorinnen wert Aufmerksamkeit zu bekommen. Wer also gerne Anthologieen liest, und vielleicht nicht direkt 13 Geschichten in einem Rutsch durch liest findet bestimmt sein Gefallen an diesem Büchlein.

Bewertung
 
Leider kann ich dem Buch nur 2 Punkte geben, weil mich die Geschichten nicht übermäßig angesprochen haben.


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