Mittwoch, 10. September 2014

[Rezension] Die Gefahr Gott zu spielen

Titel: Frankenstein 
Genre:Schauerroman
Reihe: Einzelband
Autor: Mary Shelley
Erscheinungsjahr: 
Sprache: deutsch
Verlag: Reclam Leipzig
Buchart: Taschenbuch 
ISBN: 978-3-379-20127-8

Preis: 8,50 DM (D)
Seiten: 290












©wikipedia

Über den Autoren:


Mary Wollenstonecraft Shelley (1797 - 1851) zählt zu den bedeutesten englischen Schriftstellerinnen
des frühen 19. Jahrhunderts Sie war die Tochter des Philosophen William Godwin und der Schriftstellerin Mary Wollenstoncraft, einer berümten Exponentin der englischen Frauenemanzipation. Mit 19 Jahren heiratete sie den Dichter Percy Shelley.





Eigene Meinung



Robert Walton ist auf einer Expedition an den Nordpol und hofft, dass seine Reise dort hin, die Möglichkeit einen Weg dort hin zu finden, die Lösung, das Nonplusultra ist. In verschiedenen Briefen erzählt er davon seiner Schwester, bis zu jenem Tag als er mit seinem Schiff und seiner Crewe im tiefen Eis stecken bleibt. Hier sehen sie plötzlich einen Hundeschlitten vorbei rauschen, und gleich einen Tag später noch einen auf sich zu kommen. Auf letzterem ist niemand geringerer als Victor Frankenstein. Robert erzählt Victor von seinem Vorhaben, weshalb er diese Reise an den Nordpol macht. Darauf hin beschließt Victor ihn zu warnen, ihm von seiner Vergangenheit zu erzählen. Wie er als junger Mann nach Ingolstadt reiste um dort Naturwissenschaften zu studieren. Während dieses Studiums ist ihn ihm der Wunsch, die Idee gereift leblosen Stoffen wieder Leben einzuhauchen. So begibt er sich an die Arbeit und spielt Gott. Er erschaft ein Lebewesen, welches er nicht mehr lenken kann. Man erfährt wie er sich dabei fühlt, wie seine privaten Verhältnisse sind. Man bekommt aber auch die Erfahrungen dieser erschaffenen Figur mitgeteilt, warum diese Figur das wurde was sie letzen Endes auch war.

Schreibstil und Charaktere



Victor Frankenstein ist ein Mann, dem man abnimmt, dass er mehr wissen möchte als andere Männer seiner Zeit. Sehr tiefgründig, über die Beweggründe die ihn dazu bringen der zu sein der er ist. Seine Fehler einzugestehen, und mit sich zu hadern wie er diesen Fehler wieder gut machen kann. Mary Shelleys Schreibstil ist schwer, was wohl auch mit dem Thema zu tun hat, nicht flüssig zu lesen und auch wieder doch leicht zu lesen. Man bleibt gerne "hängen" um zu sehen, wie es mit Victor weiter geht, welche Fügungen und Wendungen geschehen.

Fazit und Empfehlung



Mary Shelleys Frankenstein, geschrieben von einer 19-jährigen im beginnenden 19. Jahrhundert zeigt einen auf, was passieren kann, wenn man in die Natur hinein pfuscht. Dennoch hat unsere ach so aufgeschlossene Generation nichts gelernt und pfuscht weiter rum. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis Frankensteins Monster Realität ist. Ein Buch, dass nun zu einem Re-Read kam, weil ich mich beim wiederholten Versuch nicht in der Lage fühlte die englische Version zu lesen. Ich kann gar nicht mit Gewissheit sagen, welcher Lesergemeindschaft ich dieses Buch speziell zum Lesen empfehlen kann. Es "sollte" jeder gelesen haben. Also wage dich ran, versuche dich an "Frankenstein".



 Bewertung

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt... 4 Sterne

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