Samstag, 12. Juli 2014

[Rezension] Die Wahrheit ist ein Schlund - Maria Zaffarana

Titel: Die Wahrheit ist ein Schlund
Genre: Roman 
Reihe: Einzelband 
Autor: Maria Zaffarana 
Erscheinungsjahr: September 2013 
Sprache: deutsch
Verlag: publifair 
Buchart: Taschenbuch 
ISBN:978-3-944616-08-7 
Preis: Kein Preis angegeben 
Seiten: 114










 

 

© Maria Zaffarana

Über die Autorin:




Maria Zaffarana, Jahrgang 1973, war 10 Jahre lang als Promi-Reporterin bei zwei Illustrierten tätig und promovierte nebenher in Literaturwissenschaften. Sie machte sich 2009 als freie Journalistin selbstständigund lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in Köln.
Ihre Liebe zur Literatur entdeckte sie mit gerade mal zwölf Jahren. Ungefähr zur gleichen Zeit keimte in ihr der Wunsch auf, einen eigenen Roman zu schreiben. Doch erst jetzt fand sie die Zeit und die nötige Muße.








 




Eigene Meinung






Nachdem ich ja in meinem letztjährigen Adventskalender ein Exemplar von "Die Wahrheit ist ein Schlund" von Maria Zaffarana verlosen durfte stand es ganz oben auf meiner Wunschliste. Nun habe ich es während einer Aktion zum Welttag des Buches tatsächlich gewonnen. Ich freu mich immer noch darüber. :) 

Tim ist Literaturprofessor und während eines Gespräches mit einem seiner Studenten erinnert er sich zurück an seine Kindheit, seine Ehe mit seiner Frau Karin und allem was er halt durchgemacht hat. Er beschreibt genau seine Familie, seine Mutter ist laut und dominant, und irgendwie das Familienoberhaupt der Familie. Der Vater geht arbeiten, bringt das Geld nach Hause, und hat so eigentlich nicht viel zu sagen. Überhaupt ist er ein schweigsamer Zeitgenosse. Seine Schwester, die 6 Jahre älter ist als Tim wird nur in ihrem Hobby dem Essen beschrieben. Sie isst nicht, sie scheint zu fressen, zu schlingen. Eines Tages als Tim 12 Jahre alt ist fällt seiner dominanten Mutter auf, dass er die gesamte Familie mustert. Als sie ihn darauf anspricht ahnt sie nicht, dass ihre heile Familie damit ein Stück kaputt geht. Als Tim darauf antwortet ahnt er nicht, wie er das heile Weltbild bzw. Familienbild seiner Mutter erschüttert, und welche Kettenreaktion er mit selbiger auslöst. Als er auf die Frage seiner Mutter antwortet warum er sie alle beobachte antwortet er, dass sie ihn anekeln. Seine Erklärungsversuche, dass es nicht nur die Familie betrifft sondern alle die er kennt helfen ihm nicht weiter. Eine Odyssee von Therapeutenbesuchen beginnt. Einzig die letzte Therapeutin kommt gerade recht in seinem Leben, als ihn ein harter Schicksalschlag trifft. Mit einem Schmunzeln denkt er an diese Zeit zurück, und auch an Begebenheiten mit seiner Frau, und seinem Sohn.






Schreibstil und Charaktere




Der flüssige Schreibstil und das Thema machen es leicht das Buch in einem Rutsch durch zu lesen. Viele Situationen kamen auch mir bekannt vor. Nicht, dass ich selber mich mit 12 vor meinen Mitmenschen geekelt habe. Aber die Sichtweise von Tim zeigt sehr gut auf, wie verlogen die Menschheit doch im Grunde ist. Die Figur Tim ist sehr gut ausgearbeitet, seine Gefühle realistisch dargelegt. Die Familienmitglieder stehen ebenfalls greifbar vor einem, egal wie oft sie in der Geschichte auftauchen. Die beschriebenen Szenen sind fühlbar, jedes Behandlungszimmer ist gut vorstellbar.




Fazit und Empfehlung




Ein vergleichbares Buch fällt mir nun absolut nicht ein, und dennoch möchte ich behaupten, dass man das Buch lesen sollte. Die Wahrheit in diesem Buch, wie wir Menschen mit uns selber umgehen öffnet einem die Augen, und lässt einen doch mal etwas länger darüber nachdenken. Wer aber sein heiles Weltbild behalten möchte sollte vielleicht doch die Finger von dem Buch lassen. 

Bewertung

Ein Buch über die Anschauung der Menschlichen Wahrheit/Lüge in der wir alle Leben. Ein eindeutiges 5-Sterne Buch.




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