Mittwoch, 9. April 2014

[Rezension] Old Surehand I - Karl May

Old Surehand I [Band 14] (orig. Old Surehand I) ist eine Reiseerzählung von Karl May. Und ist als Textfassung von 1964 (Erstausgabe 1894)  in der der deutschen Sprache im Bertelsmann Lesering als Hardcover unter der ISBN 978-3-7802-0014-3 für 19,90 € in Deutschland oder 19,90 € in Österreich erschienen. Seitenzahl: 480









Buchrücken:
Mit der Hilfe von Old Wabble, dem "König der Cowboys", will Old Shatterhand den geheimnisvollen Westmann Old Surehand aus den Händen feindlicher Indianer befreien. Später gesellt sich Winnetou zu ihnen. Im "Llano Estacado" kommt es dann zu einer schicksalhaften Begegnung.



Erster Satz:


 
Meinung:

Old Shatterhand: Westmann aus Deutschland, sehr guter Freund Winnetous. Er ist häufig in der neuen Welt unterwegs, und hat mit Winnetou die Blutsbruderschaft gemacht. Für ihn gibt es keinen Unterschied zwischen Weißen und Roten. Old Shatterhand ist immer darauf bedacht Auseinandersetzungen ohne Blutvergießen zu beenden. Jeder weiß, wenn Old Surehand etwas sagt ist es die Wahrheit, was er verspricht das hält er. Seinen Namen hat er seiner Faust zu verdanken, die jeden Gegner mit einem Schlag niederstreckt.

Winnetou: Häuptling der Mescalero-Apatschen. Sehr guter Freund Old Shatterhands. Freund der Roten und der Weißen. Hat Old Shatterhand zu seinem zweiten, weißen, Häuptling gemacht.

Old Surehand: Obwohl das Buch nach ihm benannt wurde dauert es lange, bis er auftaucht. Wie Old Shatterhand ist Old Surehand ein Westmann, der immer mal wieder zwischen Deutschland und der neuen Welt hin und her reist. Obwohl Old Shatterhand versucht etwas über ihn herauszufinden hält sich dieser bedeckt.

Old Wabble: Ca. 90 Jahre alt. Bekannt als "Indianer-Mörder", weil er keinem Insmen das Leben lässt. Trifft durch Zufall auf Old Shatterhand und seine Begleiter und schließt sich ihm an. Seine Schwäche, er kann keine Befehle einhalten und bringt hierdurch sich und andere in Gefahr. Die meisten seiner Sätze beendet Old Wabble mit den Worten "it's clear" (ist klar, logisch)

Inhaltsangabe:
Old Shatterhand ist auf dem Weg zum Treffpunkt mit Winnetou. Als Winnetou nicht auftaucht fängt Old Shatterhand an sich Sorgen zu machen. Da Winnetou sehr zuverlässig ist untersucht Old Shatterhand die Umgebung und wird fündig. In der Lebenseiche ist ein Fichtenzweig befestigt worden. Dies kann nur Winnetou gewesen sein. Er hat eine Nachricht hinterlassen, dass ein gemeinsamer Bekannter in Gefahr schwebt weil die Komantschen diesen und sein Heim überfallen wollen. Auf dem Weg zu diesem Ort erlebt Old Shatterhand mehr als ein Abenteuer.  Auf seinem Weg traf er auf eine Abteilung der Kavallerie, mit denen er nichts zu tun haben wollte und auf seine späteren Begleiter. Diese erbamten sich ihm, weil sie dachten er wäre ein Gelehrter auf der Forschungsreise nach alten Indianergräbern. Er verbarg seine wahre Identität und zog einigen Spott auf sich, als er um Meter einen Kaktus verfehlte. Auf seiner weiteren Reise bekommt Old Shatterhand die Gelegenheit den unter dem Namen bekannten "Old Wabble" kennen zu lernen, der als "König der Cowboys" und "Indianertöter" ebenfalls seinen Ruf weg hat. Von ihm erfährt Old Shatterhand, dass Old Surehand in den Händen der verfeindeten Indianer ist. Und natürlich ändert er diesbezüglich seinen Plan um ihn zu retten. Gleichfalls nutzt er die Gelegenheit um bei einer Beschleichung wichtige Informationen über die nächsten Schritte der Indsmen zu erfahren. Am neuen vereinbarten Treffpunkt treffen die Gefährten dann auf Winnetou und seine Apatschen und schmieden Pläne, wie sie die verfeindeten Indianer besiegen können.


Karl May, hat einen lockeren Schreibstil, der einen gut in die Geschichte einführt, vorkommende Rückblicke passen gut zur Geschichte und helfen beim Verständis wie es zu der jeweiligen Situatuion kommen konnte ohne störend zu wirken. Die Charaktere sind allesamt sehr sympatisch. Durch ihre ganz eigenen Eigenheiten werden sie menschlich und erhalten Tiefe.

Ich kann dieses Buch guten Gewissens an all diejenigen empfehlen, die die Filme und Winnetou kennen. Die trotz Westernatmoshäre kein Problem haben mal ein Lachen zu unterdrücken. Alle die nicht alles all zu ernst nehmen. Belächeln musste ich immer wieder Old Wabble, der auf seine ganz eigene Art die Geschehnisse beeinflusste, und dann immer wieder jeden zweiten Satz mit "Ist klar" vervollständigte. Und doch ärgerte ich mich zusammen mit Old Shatterhand über ihn und verstand seine Entscheidungen. Ein erster Teil, der auf einen gleichwertigen zweiten Teil hoffen lässt.

Das Cover zeigt einen Kaktus in einer sonst trockenen Ebene und einen Späher der Indianer. Zu welchem Stamm dieser, sowie seine 2 Brüder im Hintergrund, gehört. ansonsten ist der gesamte Hintergrund in einem Blaugrau gehalten und passt sich gut an den grünen Lederrücken an.Auf der Innenseite findet sich eine Karte des bereisten Gebietes, so dass man hier den Weg der Gefährten verfolgen kann. Auch vereinzelte Bilder mit Erklärungen zu Situationen in der Geschichte sind gut eingebunden und keineswegs störend.

Mein Eindruck zu diesem Buch ist, dass dieses Buch es mal wieder wert ist gelesen zu werden. Die Geschichte wird nicht langweilig, und kleinere Spannungsbögen wechseln sich mit ruhigen Situationen ab.



Bewertung
 
Das Buch bekommt von mir 5/5 Sterne

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