Samstag, 26. April 2014

[Rezension] Mord im Orientexpress - Agatha Christie

Mord im Orientexpreß (orig. Murder on the Orientexpress) ist ein Krimi von Agatha Christie. Und ist 1933 in der deutschen Sprache im Weltbild Verlag als Hardcover unter der ISBN xxx-x-xxx-xxxxx-x Art.Nr. 296848006  in Deutschland oder in Österreich erschienen. (Preise nicht angegeben).








Buchrücken:

Eigentlich sollte die Fahrt im Orientexpress eine gepflegte Urlaubsreise für Meisterdedektiv Hercule Poirot werden. Doch schon die geheimnisvolle Dame im roten Kimono, die abends an seinem Schlafwagenabteil vorbei huscht , lässt seine grauen Zellen hellwach werden.

Als der Zug in einer Schneewehe stecken bleibt, ist Poirot felsenfest davon überzeugt, dass Unheil droht.

Am nächsten Morgen entdeckt er die erste Leiche...





 
Meinung:

Hercule Poirot, ein kleiner Belgier und ehemaliger Polizist nimmt sich nun im Ruhestand die Freiheit heraus, sich seine Fälle als Privatdedektiv nach eigenem Ermessen auszusuchen. So auch auf dieser Reise.

Inhaltsangabe:
Hercule Poirot befindet sich auf der Fahrt von Allepo nach London und hat eigentlich einen kurzen Aufenthalt in Istanbul eingeplant. Als er während des Eincheckens in sein Hotel die dringende Nachricht bekommt, wegen eines aktuellen Falles unverzüglich zurück nach London zu fahren. Aus bisher nicht näher bekannten Gründen ist es für Poirot nur durch die richtigen Kontakte möglich im nächsten Zug einen Platz im Schlafwagen zu bekommen. Zu Anfang scheint alles normal zu sein.
Als der Zug dann plötzlich im Schnee stecken bleibt scheinen die anderen Fahrgäste extrem gestreßt zu sein. Anschlüsse werden verpasst, und überhaupt, mittem im Schnee zu stecken, keinen Kontakt zu anderen auf engstem Raum. (Und es gab damals ja noch keine Mobiltelefone. xD) Der Schlafwagenkonduktör hat in der Nacht einiges zu tun, ständig schrillt die Klingel auf. Während dieser Zeit hört Poirot es in dem Nebenabteil ein Poltern, und kurz darauf, siehr er eine Frau in einem roten Kimono an seinem Abteil vorbei huschen. Als dann noch eine Mitfahrerin hysterisch behauptet, ein fremder Mann währe in ihrem Abteil gewesen obwohl die Tür abgeschlossen war, ist die Verwirrung perfekt, und Poirot in seinem Element.


Ich liebe Agatha Christies Schreibstil einfach. Zum einen ist er flüssig geschrieben, zum anderen schafft sie es den Fokus des Verdachtes mit jeder neuen Seite, mit jedem neuen Kapitel auf eine andere Person zu lenken. Jeder kann der Mörder sein, oder niemand. Ihre Figuren sind, ob Nebencharaktere oder Hauptcharaktere super ausgearbeitet und wirken nicht einfach nur platt. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Grund, weshalb sie/er gerade JETZT an diesem Ort ist.

Agatha Christie Fans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten, ebenso Krimifans die gerne selber mit raten, wer der Mörder ist. Wer hingegen das Pferd von hinten aufzäumen will, und von Anfang an nur den Fokus darauf legt, wie der bereits bekannte Mörder entlarft wird ist mit Agatha Christie nicht gut beraten.

Das Cover ist in einem dunklen Grau gehalten, was mich persönlich etwas an Schiefer erinnert. Davor sieht man eine schwarze Dampflok. Diese beiden Ebenen fügen sich perfekt inneinander, da dieses dunkle Grau, zum einen der Nachthimmel mit Wolken, aber auch der Himmel mit dem austretenden Rauch sein kann. Alles ist gut aufeinander abgestimmt. Im Vordergrund wurde das Cover gedrittelt. Im oberen Bereich sieht man den Namen der Autorin in einem angenehmen Rotton, im mittleren Bereich erscheint der Buchtitel in Weiß, und im unteren Bereich sieht man eine Plakette aus dem Bahnverkehr in Gold. Auch hier, muss ich sagen, es ist alles super aufeinander abgestimmt. Lediglich, unten rechts in der Ecke, könnte der Hinweis, dass es sich hier um einen Hercule Poirot-Krimi handelt als etwas störend empfunden werden.

Was mir positiv zusagt, ist, dass es zwar ein Hardcover ist, mit 200 Seiten aber ein Format eines Taschenbuches hat. Echt praktisch, da ich meine Bücher ja überall mit hin schleppe... Was ich allerdings anspreche, und was ich nicht in meine letzte Wertung mit einfließen lasse. Als ich den Klappentext zum Abtippen gelesen habe, bin ich ganz unschön über den letzten Satz gestolpert. "Am nächsten Morgen entdeckt er die erste Leiche..." Was meint ihr, wie blöd ich geschaut habe als ich diesen Satz gelesen habe... Da ich nicht davon ausgehe, dass mir gleich 2 wichtige Details durch die Lappen gehen, gehe ich davon aus, dass hier einfach falsch aus dem englischen übersetzt wurde. Um Unter Umständen nicht zu triggern werde ich meine "Richtigstellung" dieses Satzes schwarz auf schwarz schreiben. Wer also wissen will, wie es wirklich ist, einfach diesen Satz dann markieren. 1. Hatte nicht Poirot die Leiche entdeckt, sondern der Schlafwagenkondukteur Piere Michel. 2. Gab es nur eine Leiche und nicht mehrere.


Bewertung
 
Das Buch bekommt von mir 5/5 Sterne

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