Montag, 17. März 2014

[Rezension] Schattengreifer Zeitensegler #1 Stefan Gemmel

Quelle: Schattengreifer
Schattengreifer Zeitensegler (orig. Schattengreifer Zeitensegler) ist ein Fantasy Roman von Stefan Gemmel. Und ist 2011  in der deutschen Sprache im Baumhaus Verlag als Taschenbuch  unter der ISBN 978-3-8432-00271 für 7,99 € in Deutschland oder 8,30 € in Österreich erschienen. Das Buch hat 304 Seiten








Buchrücken:

Seelensammler auf Zeitreise
"Er greift sich deinen Schatten - dann wenn die Not am Größten ist. Er greift sich deinen Schatten und zerrt dich hinaus aus deiner Welt, hinaus aus deiner Zeit. Auf sein Schiff - den Seelensammler. Und nur einer kann dich retten. Einer nur. Doch er weiß von nichts. Noch nicht ..."

Ist es wirklich nur ein Zufall, der Simon auf das uralte Schiff verschlägt? Und was treiben die Jugendlichen hier, die dem Kommando des Schattengreifers unterstellt sind und die mit ihm durch die Zeit reisen? Allmählich kommt Simon hinter die Geheimnisse dieses sonderbaren Schiffes. Aber je mehr er erfährt, desto klarer wird ihm, worauf er sich eingelassen hat. Um nichts weniger geht es als die Welt zu retten.





 
Meinung:

Simon ist ein 13 jähriger Junge . Der Ort in dem er lebt wird nicht näher beschrieben. Man erfährt lediglich, dass Simon von seinem Zimmer aus auf das Meer blicken kann. Das Meer, das ihn nach Alpträumen immer wieder beruhigt. Immer wieder der selbe Traum, der ihn aus seinem Schlaf hoch schrecken lässt.

Die Jugendlichen auf dem Schiff: Basrar lebte eigentlich einst im schönen Karthago, Nin-Si war einstige Bürgerin der Stadt Ur. Neferti entfernte Verwandte von Echnaton lebte einst in Ägypten, Salomon kommt aus dem Mittelalter und ist Jude. Moon, ein Sioux-Indianer lebte eigentlich zu der Zeit als der weiße Mann in Amerika Fuß fasste.

Wir stoßen zu Simon als er gerade aus einem seiner Alpträume erwacht. Dieser scheint nicht der erste dieser Art zu sein, doch irgendwas ist diesmal anders. Wie immer nach einem Alptraum dieser Art tritt Simon an sein Fenster und schaut hinaus aufs Meer. Doch was er dort zu sehen bekommt ist alles andere als beruhigend. Draußen auf dem Meer steht ein Schiff mit 2 Fackeln deren Flammen Meterhoch in den Himmel ragen. Getrieben von Neugier macht Simon sich auf den Weg, hinaus aufs Meer hin zu dem Schiff. Mulmig wird ihm zu mute je näher er dem Schiff kommt, doch Simon ist tapfer, er bindet sein kleines Boot an einer Leiter fest und steigt hinauf. Als das Schiff plötzlich vibriert überlegt er es sich anders und will zurück in sein Boot, zurück an Land, zurück in sein Bett. Doch oh Schreck, das Boot, er hatte es nicht richtig festgemacht und nun ist es zu weit weg, um noch erreichbar zu sein. Also nutz Simon diese nun doch ungewollte Situation und schaut sich das Schiff genau an. Als er an einer Bodenluke ist und versucht diese zu öffnen hört er aus dem Nebel heraus Stimmen. Stimmen die ihn fragen was er hier will und wer er ist. Simon erklärt seine Situation und die 5 Fremden fassen Vertrauen zu ihm. Erzählen ihm von sich, von dem Schiff, von IHM. Basrar, Nin-Si, Moon, Salomon und Neferti sind Zeitenkrieger, ihrer Zeit entrissen als die Not am Größten war, und nun mit dem Seelensammler unterwegs. Gemeinsam erleben die 6 viele Abenteuer und müssen sich großen Gefahren stellen.


Dies ist das zweite Buch, welches ich von Stefan Gemmel gelesen habe. Es ist älter als Sichelmond. Der Schreibstil hat sich meiner Meinung nach aber nicht verändert. Stefan Gemmel schreibt fesselnt, zieht seinen Leser mitten ins Geschehen hinein, ohne dass dieser eine Wahl hat. Dieser Schreibstil, der für Jugendliche gedacht ist, ist flüssig und leicht zu verstehen. Und dennoch macht es Spaß als Erwachsener in die Welt von Simon und seinen Freunden einzutauchen.

Für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene die sich gern in fremde Welten entführen lassen, die nicht zurück schrecken auch mal in die Vergangenheit zu reißen. Für Leser die auf Young Aduld Fantasy stehen ist dieses Buch sehr zu empfehlen. Ich freue mich schon darauf Band 2 und 3 in Händen halten zu können und zu erfahren, wie es mit Simon und seinen Freunden weiter geht.

Das Cover ist in verschiedenen Blau- und Grautönen gehalten. Himmel und Meer sind in einem Unwetter mit krachenden Blitzen nicht mehr zu unterscheiden. In der Mitte des Covers ist ein Schiff in Form eines Rabens zu sehen, ich vermute dass es sich hier um den Seelensammler handelt. In der Gesamtbetrachtung, und aus den Informationen aus dem Buch würde ich tippen, dass dieses Schiff gerade eine Zeitreise beginnt oder beendet. Das Verlagslogo hält sich durch seine ebenfalls blaue Färbung im Hintergrund, ohne gänzlich unter zu gehen. Die Wahl der Schriftfarbe und Form von Autor und Titel sind am oberen Coverrand gut gewählt. Auffällig und doch nicht aufdringlich, so dass das Gesamtbild des Schiffes im Sturm nicht zerstört wird.

Als ich mit dem Buch "Der Schattengreifer" begann konnte ich mich zu Beginn nicht wirklich auf dieses Buch als eigenständige Idee einlassen. Das Buch hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Dennoch die Idee mit den Krähen drängte mir immer wieder einen Gedanken auf, der mich erst später wieder los lies... Sobald also diese Krähen autauchten, die auch noch reden konnten musste ich an einen Satz aus Krabat denken "Komm nach Schwarzkollm in die Mühle, es wird nicht zu deinem Schaden sein!" Und dennoch, dieses Buch hat keinerlei Ähnlichkeit, außer den Raben, mit Krabat. Auch die Idee der Zeitenreise erinnerte mich entfernt an das Buch "Das Medallion" von C. C. Bergius. Auch hier reisen die Hauptcharaktere durch verschiedene Zeitepochen. Aber auch damit kein wirklicher Vergleich. Der Schattengreifer ist in seiner Machart einzigartig und weckt dennoch Erinnerungen an Fragmente aus anderen Büchern. Mit Beginn der Zeitreisen war ich im Geschehen. Ich kämpfe in Karthago mit Simon gegen Römer, zitterte an seiner Seite 1788 in Australien um mein Leben.



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