Dienstag, 4. Februar 2014

[Rezension] Magic Cleaning - Marie Kondo






Magic Cleaning (orig. Jinsei Ga Tokimeku Katazuke No Maho) ist ein Sachbuch von Marie Kondo. Und ist 2013 in der deutschen Sprache im rororo Verlag als Taschenbuch unter der ISBN 978-3-499-62481-0 für 9,99 € in Deutschland oder 10,30 € in Österreich erschienen.








Buchrücken:
Kaum jemandem machte es Spaß, aufzuräumne und sich von Dingen zu trennen. Die meisten von und haben einfach nie gelernt, wirklich Ordnung zu halten. Denn auch beim Aufräumen gibt es den berühmten Jo-Jo-Effekt. Dich mit Marie Kondos bahnbrechender Methode, die auf wenigen simplen Grundsätzen beruht und dabei höchst effektiv ist, wird die Beschäftigung mit dem Gerümpel des Alltags schon mal zu einem Fest. Und die Auswirkungen, die <<Magic Cleaning>> tatsächlich auf unser Denken und unsere Persönlichkeit hat, sind noch viel erstaunlicher. Der Generalangriff auf das alltägliche Chaos macht uns zu selbstbewussten, zufriedenen, ausgeglichenen Menschen.



Erster Satz:
Aufräumen>> - ein Wort, das für viele von uns mit den übelsten Kindheitserinnerungen verbunden ist.

 
Meinung:

Marie Konde, ihres Zeichens Aufräumcoach, hat schon im zarten Alter von 4-5 Jahren angefangen die einschlägigen Frauenzeitschriften mit ihren ganzen Aufräumtipps anzuschauen, und später mit 15 Jahren begann sie diese Stück für Stück im selbsttest umzusetzen. Überzeugt hat sie keine einzige. Für sie hieß es, jeder dieser Tipps ist nur ein weiteres Glied in "Aus den Augen - Aus dem Sinn". So fing sie an, ihre eigene Methode "ConMari" zu entwickeln und zu perfektionieren. Ihre Methode besteht nur aus zwei Regeln, die unbeding, und nur in einer Reihenfolge zu erledigen sind.

1. Ausmisten - Wegwerfen
2. Plätze zuweisen

Es klingt logisch, hört man doch so oft, dass man 80% der Dinge die man besitzt gar nicht braucht/nutzt, dass man erst mal das aussortiert, was man gar nicht will. Tipps wie "Was 1 Jahr nicht genutzt wurde kann raus", "Jeden Tag nur einen kleinen Teil bringt mehr wie alles auf einmal", "Jeden Tag ein Teil wegwerfen", "Wenn etwas neues gekauft wird muss dafür etwas altes raus" oder "Einen Raum nach dem anderen" findet sie nicht für sinnvoll. Ihrer Ansicht nach bringt es gar nichts jeden Tag nur eine Ecke in einem Zimmer oder ein Zimmer zu machen, da man so mit dem Aufräumen nie fertig werden würde. Und man bekäme so auch keine Übersicht der Dinge die man wirklich hat, weil viele Dinge der selben Sorte eben nicht an einem Platz liegen. So sagt sie, "Nicht Zimmer sondern Dinge aufräumen". Was so viel heißen soll wie man räumt in einer bestimmten Reihenfolge die Dinge auf, die in der Wohnung vorhanden sind, egal in welchem Raum sie liegen. Hierfür hat sie auch eine eigene Liste erstellt.

1. Kleidung
2. Bücher
3. Papiere
4. Krimskrams
5. Erinnerungen

Man soll jedes Teil extra in die Hand nehmen und in sich hineinhören, ob einen dieser Gegenstand glücklich macht oder nicht. Kann man diese Frage nicht eindeutig mit "JA" oder direkt mit "nein" beantworten soll der Gegenstand in den Müllsack. Wird die Frage eindeutig mit "Ja" beantworten so soll man diese Gegenstände auf einen extra "Haufen" legen und nach dem Wegwerfen sich dann in aller Ruhe überlegen wo dieser Gegenstand seinen zukünftigen Platz hat. Ihren Klientinnen in ihren Kursen setzt sie eine Frist von 6 Monaten um diese, oben genannten, Regeln umzusetzten. Man solle auch keine Musik beim Aufräumen hören, der TV soll nach Möglichkeit auch aus bleiben, da man sonst wegen der Hintergrundgeräusche die Stimme der Dinge nicht hört, die sich mit einem unterhalten, gerade wenn es darum geht, wohin die Dinge nach dem Wegwerfen gestellt werden sollen. Denn diese Dinge "sagen" einem wo sie künftig wohnen wollen.

Marie Kondo sagt ebenfalls, man soll beispielsweise Kleidung zusammen legen und nur was wirklich und unbedingt aufgehängt werden soll aufhängen (Also Jacken, Mäntel, ...). Die zusammengelegten Kleidungsstücke soll man aber nicht, wie gewohnt übereinander legen sondern diese wie Bücher nebeneinander in den Schrank stellen. Legt man die Kleidungsstücke wie gewohnt übereinander würden die Kleidungsstücke je weiter unten sie sind kaum noch Luft zum Atmen bekommen und dementsprechen "ersticken". Ich stelle mir ja immer noch die Frage, wie die Kleidung bitte zusammen gelegt bleiben soll, und wie das ganze halten soll sobald man ein Teil aus der Reihe nimmt, wenn man diese hin stellt. Leider sind diesbezüglich keine Fotos enthalten und meine Vorstellungskraft lässt mich hier im Stich. Zu den Socken und Strümpfen sei gesagt, man soll sie nicht wie gewohnt zusammen legen, da eine Linkeseite ja eine Innenseite sei, und dementsprechend nicht nach Außen darf. Und da die Socken sowieso immer unter Anspannung stehen, und was sie uns sonst stumm an Hilfe geben würden die Socken noch mehr ausleihern, wenn man sie wie gewohnt zusammen legt. Ihr Tipp hier. Socken einmal in der Mitte zusammen legen, dann aufrollen, Kniestrümpfe 2 Mal zusammenlegen und dann aufrollen. Strumpfhosen, Leggins 3 Mal zusammen legen (Zehen hoch aufs Knie falten, dann von oben das gleiche machen) und dann von unten zusammen rollen. Diese ganzen Sachen dann so ins Schubfach einräumen, dass die Schnecke nach oben zeigt.

An sich sind die Tipps ja nicht schlecht. Denn wenn man mal Regel Nummer 1 genauer anschaut, und sich sagt "Ich suche jetzt erst den gesamten Müll in der Wohnung zusammen und schaue mir jedes Teil an, ob ich es wirklich brauche oder nicht, dann bekommt man tatsächlich erst mal eine Übersicht über die Dinge die man hat. Was mich stört, ist wirklich, dass man nicht Raum für Raum vor gehen soll, sondern wirklich jeden Raum sozusagen auf den Kopf stellen soll, um zu sehen, ob da evtl. noch etwas liegt was man gerade am Ausmisten ist. Weiterhin kann ich mich mit dem Wort "Wegwerfen" nicht anfreunden. Laut Marie Kondo soll man NICHTS an die Eltern weiter geben, nur weil man es nicht weg werfen will, man soll auch keine Kleidungsstücke an die jüngere Schwester oder die Mutter verschenken, nur weil man die Dinge selber nicht will sie aber noch zu gut sind zum Wegwerfen. Denn so würde nur der Ort der Aufbewahrung verschoben und das Wegwerfen von anderen übernommen werden. Gerade bei den Büchern haben sich mir sämtliche Nackenhaare aufgestellt und sämtliche Fußnägel aufgerollt. Bücher die mich nicht glücklich machen sollen ins Altpapier wandern. Ganz entschieden NEIN!!!

Über die praktische Anwendung dieses "Magic Cleaning" kann ich noch nichts sagen, da ich es noch nicht getestet habe. Fakt ist, wenn ich es nun ausprobiere werde ich aussortierte Dinge, die noch in Ordnung sind NICHT weg werfen, sondern versuchen anderweitig los zu werden. Für was gibt es denn diese ganzen Wertstoff und Second Hand-Läden?! Ich werde Dich diesbezüglich aber auf dem Laufenden halten.

Das Cover ist in Weiß gehalten und zeigt ein leeres rotes Regal in dem lediglich in einem Fach ein Bonsai steht. Der Autorenname ist in Rot gehalten, der Buchtitel in Schwarz über und unter dem Regal. Der Titel ist auch leicht erhaben.

Der letzte Satz
Ich wünsche mir, dass durch <<Magic Cleaning>> möglichst viele Menschen, umgeben von ihren liebsten Dingen, Tag für Tag ein glückliches Leben führen können.

Bewertung
 
Das Buch bekommt von mir erst mal nur 3/5 Sternen

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