Samstag, 1. Februar 2014

[Rezension] Dreikönigsmord - Bea Rauenthal

Zunächst mal möchte ich mich bei Vorablesen.de und List für dieses Rezensionsexemplar bedanken.

DreiKönigsMord (orig. DreiKönigsMord) ist ein Kriminalroman von Bea Rauenthal. Und ist im Dezember 2013  in der der deutschen Sprache im List Verlag als Taschenbuch unter der ISBN 978-3-548-61180-8 für 9,99 € in Deutschland oder 10,30 € in Österreich erschienen.








Buchrücken:

Zwei Kommissare von heute und eine Leiche aus dem Mittelalter - das wird der aufregendste Fall ihrer Karriere! Jo Weber und Lutz Jäger ermitteln quer durch Raum und Zeit.

Eine skelettierte, fünfhundert Jahre alte Leiche? Das ist ja wohl verjährt, denken Hauptkommissarin Jo Weber und ihr streitlustiger Kollege Lutz Jäger. Bis sie sich plötzlich im Mittelalter wiederfinden, als Kaufmannswitwe und Kneipenwirt. Um zurück in die Gegenwart zu könnenn, müssen sie den Mordfall lösen! Ohne moderne Spurensicherung und Genanalyse scheint ihnen das zunächst unmöglich. Schnell ist ihr größtes Problem alleridngs nicht mehr der Mörder, sondern die Inquisitation: Jo und Lutz müssen aufpassen, dass sie nicht bald auf dem Scheiterhaufen brennen. Werden sie es schaffen - zurück in die Zukunft?


Erster Satz:
Eine unüberschaubare Menschenmenge drängte sich zu beiden Seiten der Gasse.

 
Meinung:
Jo Weber: Josepha Weber, genannt Jo (36) ist Hauptkommissarin. Hat Jura studiert. Ihr Vater war allerdings Polizeipräsident weshalb es sie ebenfalls in dieses Metier gezogen hat. Jo besitzt ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Sie hat schnell Karriere gemacht und lebt hauptsächlich für ihren Job. Ihre Beziehungen scheitern regelmäßig an ihren Überstunden und daran, dass sie immer die Kontrolle behalten will. Jo ist mittelgroß, hat eine knabenhafte Figur (dabei jedoch ständig Angst zuzunehmen) und blonde Haare, die sie meist zu einem Pferdeschwanz gebunden trägt. Schwächen: Die immer weniger kontollierende Zuneigung zu ihrem Kollegen Lutz Jäger. /Josepha Weber, Kaufmannswitwe, besitzt 8 Webstühle, welche sie von ihrem verstorbenen Ehemann geerbt bekommen hat.

Lutz Jäger: Hauptkommisar (34). Lutz hat ein hervorragendes Bauchgefühl und nimmt die Dinge meist sehr locker. Aber wenn ein Fall ihn so richtig packt, verbeißt er sich in ihn. Und obwohl er gutmütig und gelassen wirkt, neigt er dazu, auch mal einen cholerischen Anfall zu bekommen. Vorgesetzte kann er nicht so richtig ernst nehmen, er wählt gern den kurzen Dienstweg. Lutz liebt Fußball und Kochjen, ist groß und schlank und Bartträger. Schwächen: Er schreckt vor Verantwortung in Beziehungen zurück, hat aber einen sehr guten Draht zu Frauen, den er auch gern ausnutzt. /Kneipenwirt in einem verruchten Viertel.

Inhaltsangabe:
Jo wacht aus einem Alptraum auf, in dem sie kurz vorher auf einem brennenden Scheiterhaufen stand. Nun klingelt auch noch das Telefon, in der Hoffnung, dass es ihr Freund ist geht sie ran und hat am anderen Ende ihre Chefin am Telefon, die sie trotz freien Sonntags zu einem Auftrag ins Kloster ruft. Nachdem ihre Aussagen, sie fühle sich selber nicht wohl und habe derzeit auch kein eigenes Auto zur Verfügung lässt sie sich überreden sich von ihrem Kollegen Lutz Jäger abzuholen. Erst kommt er mal wieder zu spät, dann rast er über die verschneiten Straßen. Am Kloster ankommen hat Jo erneut eine Haluzination, sie findet sich im Kloster vor einigen Hundert Jahren wieder als 2 mittelalterlich gekleidete Männer auf sie zukommen holt Lutz sie wieder in die Gegenwart zurück. Als sie bei der Leiche ankommen, die nur noch ein Skelett und auch das schon zum Teil am Auflösen ist sind sich beide einig, dass sie hier nichts mehr machen können, und dieser Mord ausnahmweise doch mal verjährt ist. Auf dem Rückweg, diesmal sitzt Jo am Steuer bekommt sie einen Anruf von ihrem Freund, der in einem Streit mündet. Bei dem Versuch einem engegenkommenden LKW auszuweichen kommt es zu einem Umfall.
Als Jo aufwacht findet sie sich nicht in einem Krankenhaus, wie zu erwarten wäre, sondern in einer mittelalterlichen Kammer wieder. Ganz verwundert wird sie mit "Herrin" angesprochen. Sie hat logischerweise absolut keine Ahnung wer sie ist oder wo sie ist. Sie wirft den Pfarrer aus ihrer Stube und kurz darauf bekommt sie die Nachricht, dass ein Herr sie sprechen will - Lutz Jäger. Auch er befindet sich in diesem alten Jahrhundert (1380). Lutz Jäger ist hier ein Wirt und so absolut kein Umgang für die Kaufmannswitwe Weber. Während Jo versucht sich gegen ihre Schwäger zu behaupten, und ihr Erbe zu verteidigen darf sie nebenher noch mit Lutz einen Mord aufklären, der 2 Tage vorher stattgefunden hatte. Die Äbtistin Agneta hatte beim lieben Gott um Hilfe gebeten, und hierdurch sind Jo und Lutz scheinbar durch die Zeit gereist. Dies sieht Agneta an den Augen der beiden. Beide nehmen den Auftrag an, da dies der einzige Weg scheint, aus dieser Zeit wieder zurück in die eigene Gegenwart zu kommen. Es ist allerdings schwierig, da beide nicht zusammen gesehen werden dürfen. Was sie auch eine Zeitlang versuchen so zu handhaben. Lutz Jäger muss sich dann auch noch gegen den sogenannten Jörg Schreiber behaupten, mit dem sein Mittelalter-Ich in Streit geraten ist. Für Lutz und Jo ist es schwer, in dieser Zeit Ermittlungen durchzuführen, fehlt ihnen doch ihr normales Equipment. Ihnen bleibt nur, sich bei den Leuten durchzufragen. Was sich nicht unbedingt als Einfach erweist, da der Tode auch noch ein Fremder ist, und fremden wird in dieser Zeit nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Während Jo sich mit ihrer Rolle als Kaufmannswitwe rum schlagen darf, hat Lutz es vermeindlich leichter. Mit seinen Mittelalterfreunden kümmert er sich um die Kneipe. Lutz ist es auch, der Dinge und Sitten aus der Neuzeit ins Mittelalter einführt. So bringt er den Kindern mit einem Kohlkopf Fußball bei, und fängt an Weihnachtslieder zu singen. Wie zu erwarten ist bleibt es nicht bei diesem einen Toten. Im Laufe der Zeit tauchen noch drei weitere Leichen auf, alle weisen die selben Merkmale wie der erste auf. Kehle durchgeschnitten. Mit einem "Lesestein" haben die beiden auch entdeckt, dass bei jedem der Toten blaue Seidenflusen vorhanden sind. Was sie allerdings vor ein Rätsel stellt ist die Tote, die so gar nicht ins Bild passen will. Während die ersten beiden fremde Männer waren, die als Lustknaben arbeiteten ist sie die Tochter eines ehrwürdigen Bürgers der Stadt. Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden auch noch, bedingt durch die Geschichte über einen Streit zwischen Ebersheim und Worms wegen Reliquien der heiligen Gertrudis, auf mehrer gestohlene Reliquien. Ob diese 2 Fälle etwas miteinander zu tun haben scheint einerseits logsich, andererseits fraglich. Alles läuft auf Jörg Schreiber, der mit Reliquien handelt, und dem Pater Kolonat, der öfter den ersten Toten über Nacht zu sich holt, hinauszulaufen. Oder hat das alles doch nichts miteinander zu tun? Die Schwäger Josephas versuchen alles ihr das Erbe zu entreißen und schrecken auch nicht davor zurück Josepha öffenltich, durch andere, anzuprangern, dass sie billige Ware zu überteuerten Preisen verkauft. Hier taucht das erste Mal auch Leonard (ebenfalls ein Pfarrer) auf, und rettet sie vor der wütenden Meute. Jo und Lutz lösen die Morde und nenne Agneta den Mörder der 3 Toten. Doch das reicht nicht um die 2 zurück in die Gegenwart zu bringen. Eine letzte Aufgabe steht noch im Raum. Sie müssen den Mörder öffentlich als Mörder bezeichnen.

Schreibstil:
Bea Rauenthal hat einen sehr flüssigen Schreibstiel, der es mir schwer gemacht hatte das Buch aus der Hand zu legen. Ich wollte einfach immer Wissen wie es weiter geht. Wollte die Morde lösen, wollte wissen ob beide wieder in die Gegenwart kommen, und wie es dort dann weiter geht.
Empfehlungen:

Cover:
Das Cover zeigt ein verschneites, weites Feld. Auf dem ein einzelner Baum steht. Im Hintergrund sieht man die Konturen eines Klosters. Im Vordergund sieht man die Konturen zweier Personen, die vermutlich Jo und Lutz darstellen sollen. Das Feld ist einer der Tatorte im Buch. Es passt sehr gut zu der Geschichte. Der Name der Autorin sowie der Titel des Buches sind erhaben geschrieben.
Weitere Infos zum Buch: Schlägt man das Deckblatt auf, findet man auf der Rückseite die Beschreibungen zu Jos und Luzts Personen und erfährt so, etwas mehr über sie. Das erste und das letzte Blatt im Buch sind in Rot gehalten.

Eindruck:
Das Buch ist ein gut gelungener Krimi, der einem wirklich gute Lesestunden bescheren kann. Die Sprache ist ein Gemisch aus dem Mittelalter und Heute. Was einfach darauf zurück zuführen ist, dass Lutz und Jo sich erst an die neue Situation gewöhnen müssen. Dass Jo und Lutz sich in diesem Fall, in dieser Zeit nicht nur beruflich näher kommen lässt sich heraus lesen, überschattet aber nicht die eigentliche Geschichte um die 500 Jahre alte Leiche.
Der letzte Satz
Sie zwinkerte Jo zu.

Bewertung
 
Sehr zu empfehlen, für Kurzweile ist gesorgt

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