Freitag, 28. Februar 2014

Praktikum 1 – Tag 5

Ihr werdet es nicht glauben, aber ich hab den letzten Tag überstanden! Ich bin irgendwie froh, dieses Praktikum hinter mich gebracht zu haben, so doof es einfach klingt. Ich hatte heute Morgen einfach keine Lust aus dem Haus zu gehen, ich denke aber, das ist nach Donnerstag einfach nur verständlich. Ich hatte wirklich total gehofft, dass ich an meinem letzten Tag nicht wieder mit denselben Leuten wie am Donnerstag arbeiten muss. Ich hatte dieselben Kollegen wie am Dienstag. Aber irgendwie hat heute auch die Stationsschwester wohl trotz freiem Tag am Donnerstag mal wieder einen schlechten Tag. Ich gestehe JEDEM seinen schlechten Tag zu, kein Thema, ich hab ja auch mal einen schlechten Tag. Aber das muss ich dann einfach am Eingang der Arbeitsstelle einfach abgeben und es nicht an Kollegen oder in dem Fall sogar an Bewohnern auslassen. Heute habe ich mich schon gar nicht mehr getraut zu fragen was ich machen darf, kann, soll oder was noch zu tun ist bzw. wie etwas zu machen ist. Irgendwann um 10:00 Uhr hatte ich dann noch das Problem, dass es mir nicht gut ging, bei mir ging’s im Magen rum. Ich hab zwar überlegt, ob ich nicht früher gehen solle, denn mal ehrlich, ich möchte schon im nächsten Praktikum fit auflaufen. Aber es hat sich dann doch wieder gebessert. Und ich hab die letzten 2 Tage wirklich nur für die Bewohner gearbeitet. Heute war es mir tatsächlich egal ob und was ich mache. Interessanterweise sind die Bewohner teilweise auf dem „Tripp“, dass sie froh waren, dass nicht die Wohnbereichsleitung zum Waschen und anziehen kommt sondern ich. Das gibt mir dann schon zu denken. Heute bin ich dann zufällig über den Grundriss des Stockwerks gestoßen, und war echt geschockt, dass man mit 25 Bewohnern einfach nicht zeitig rum kommt um alle rechtzeitig zur selben Zeit beim Frühstück sitzen zu haben. Könnte aber auch daran liegen, dass für diese 25 Bewohner gerade mal 2 Kräfte zur Verfügung stehen. Einfach nur traurig. Die Heime in denen ich bisher war hatten wir immer 38-45 Bewohner zu versorgen, waren zu 7. auf Station, und die meisten saßen dann Punkt 08:00 Uhr beim Frühstück. Es waren lediglich die Hand voll Bewohner noch nicht gewaschen, … die sowieso den ganzen Tag im Bett bleiben. Ich habe es auch in keinem Heim erlebt, dass sonntags Dusch-/Badetag war. Da wir da immer auf halber Schicht (die Frühschicht hatte an den Wochenenden immer frei) gearbeitet hatten war dafür einfach keine Zeit da. Denn am Wochenende waren dann pro Schicht eben nur 3-4 Leute. Je nach dem ob in Früh-Spät-Schicht gearbeitet wurde, oder ob Mitarbeiter geteilte Schicht hatten. Geteilte Schicht hatte ich zum Beispiel in Stuttgart. Das heißt, man kommt morgens von 06:30/07:00 – ca. 09:00 Uhr rein, und dann halt abends wieder. Also, dass einfach mehr Mitarbeiter zur Verfügung stehen, wenn es zu „Stoßzeiten“ kommt. Sprich wenn es darum geht die Bewohner aus dem Bett zu holen bzw. abends dann halt helfen die Bewohner wieder ins Bett zu bringen. So eine Arbeit, also diesen „Streß“, die Bewohner während der Frühschicht innerhalb 1-1,5 Stunden aus dem Bett zu holen und so weiter und so fort, dass wünsche ich mir.

Ich will nun auch nicht weiter meckern über die Arbeit in diesem Heim, und die Umstände, die mir nicht so wirklich gefallen. Ich versuche einfach positiv in die Zukunft zu schauen, dass die beiden anderen Praktika besser laufen. Ich kann aber, wenn ihr wollt, eine allgemeine Meinung zu den jeweiligen Praktikumsstellen schreiben. So als gleicher Vergleich, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Zum Beispiel gibt es in diesem Heim, eine Seniorenresidenz, keine feste Pausenregelung, jeder macht einfach wie er/sie lustig ist. Bzw. es werden von den meisten nur immer mal wieder zwischendurch 5 Minuten Raucherpause gemacht. Das wäre zum Beispiel ein Kritikpunkt der für mich negativ ausfällt. Also zur Erklärung, ich bin Raucherin, und dann ist es schon mal schön, wenn man auch zwischendurch einfach mal eine rauchen kann. Dennoch wäre es mir lieber, ich hab einmal 30 Minuten am Stück Pause, und rauch dann halt nur in dieser Pause, als dass ich mir die Pause häppchenweise hole. Ich finde es aber auch richtig, wenn Betriebe sagen, dass Raucher ihre Zigarettenpausen von der regulären Pause abziehen sollen. Ich bin schon der Meinung, dass sonst die Nichtraucher das Nachsehen haben. Die wenigsten werden hier wohl außerhalb der regulären Pausenzeit mal ne Runde um den Block drehen, nur um frische Luft zu schnappen. Wisst ihr was ich meine? Es kann meiner Meinung nicht angehen, dass die einen nur 30 Minuten Pause haben, und die anderen verlängern dann einfach mal auf 45 – 60 Minuten. Okay, das war es dann aber wirklich für heute von mir was das Thema Praktikum betrifft.

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