Mittwoch, 15. Januar 2014

[Rezension] Spencer Quinn - Ein echt harter Knochen

Ein echt harter Knochen (orig. Dog on it) ein Roman von Spencer Quinn. Und ist 2009 in der deutschen Sprache im blanvalet-Verlag als Taschenbuchausgabe unter der ISBN 978-3-442-37476-2 für 8,99 € in Deutschland oder 9,30 € in Österreich erschienen. 








Buchrücken:

Chet und sein Partner Bernie Little sind die besten Privatdetektive er Stadt. Und das liegt vor allem an Chet, der immerhin beinahe mal ein Polizeihund geworden wäre und über eine untrügliche Spürnase verfügt. Vor allem jedoch hat Chet ein großes, mutiges Herz, das danz und gar für sein liebenswertes Herrchen Bernie schlägt - und für die hübsche Menschenfrau Suzie Sanchez, die nach Chets Ansichten das perfekte Weibchen für Bernie wäre. Aber was versteht ein Hund schon vom merkwürdigen Treiben der Menschen...?

Erster Satz:

Ich roch ihn - oder vielmehr seine Fahne - sogar noch bevor er die Tür aufmachte, aber mein Geruchsinn ist auch ziemlich gut, wahrscheinlich besser als Ihrer.
 
Meinung:


Chet: Chet ist ein Hund. Ein Hund, der fast Polizeihund geworden wäre. Nur ein kleiner Zwischenfall hat seine Prüfung beeinträchtigt. Es hindert ihn nicht daran, mit seinem Herrchen Barnie Little durch Dick und Dünn zu gehen und seinen Mut und sein tapferes Herz unter Beweis zu stellen. So kommt es vor, dass er, während er auf Barnie wartet einen Mann stellen will, der nichts gutes im Sinn hat, und die Reifen von Barnies Auto aufschlitzt und Chet anfährt. Auch eine Entführung, und eine Einschläferung im Tierheim übersteht Chet.

Barnie Little: Privatdetektiv, geschieden Vater eines Sohnes. Barnie war mal der beste Detektiv der Stadt, doch das scheint im Moment nicht viel zu heißen. Durch seine Scheidung und die hierdurch entstandenen Unterhaltskosten sind seine Finanzen ganz schön in Mitleidenschaft geraten. Was ihn dazu bringt, auch unliebsame Aufträge wie Scheidungen anzunehmen. Lieber, sehr viel lieber sind ihm Vermisstenaufträge. Daher bleibt er auch hartnäckig an dem Fall Madison Chambliss, obwohl ihr Vater ihn gegen einen anderen Privatdetektiv ersetzen will. Durch seine Arbeit lernt er Suzie Sanchez kennen und vielleicht auch ein kleines bisschen lieben.

Suzie Sanchez: Columnistin in einem Magazin lernt Bernie Little durch ihre Arbeit kennen. Für ihr Magazin und eine neue Reihe ihrer Columne begleitet sie Bernie einen ganzen Tag lang bei seiner Arbeit. Hierdurch kommen sie sich zumindest freundschaftlich näher. So will sie Bernie helfen im Fall Madison weiter zu kommen. Nach einem gemeinsamen Abend steht ihr Exfreund, vorzeitig entlassen, in Barnies Einfahrt und auf seine Frage, ob er nun der neue sei, antwortet Suzie mit nein, was Barnie etwas betrübt.

Ein echt harter Knochen wird aus Chets Sicht erzählt, was der ganzen Geschichte nicht nur einen Krimiaspekt verschafft sondern auch Sequenzen aufweist in denen man einfach schmunzeln muss. Beheimatet sind Barnie und Chet im Valley. Chets Abenteuer führen ihn allerdings auch an die Grenze nach Vegas und an die Grenze zu New Mexico. Nach einem langen Spaziergang mit Chet steht plötzlich Mrs. Champliss vor Barnies Haus, und will seine Hilfe im Fall ihrer verschwundenen Tochter. Wirklich begeistert ist Barnie nicht, da die Dauer der Vermisstenzeit gerade mal 8 Stunden beträgt, und er hier mit der Polizei übereinstimmt, was das Auftauchen der Personen betrifft, gerade wenn es sich um 15-jährige Jugendliche handelt. 500 Dollar überzeugen Barnie allerdings sich mal Madisons Zimmer genauer anzuschauen. Just in dem Moment als er das Haus verlassen wollte kam Madison wohlbehalten nach Hause. Der Fall scheint erledigt. Als ein paar Tage später erneut eine Vermisstenanzeige von Madisons Mutter auftaucht. So kommt es, dass Barnie sich in der Mall umsehen will, und Chet das Auto hüten muss. Während dieser ganz unbedarft ein Nickerchen im Auto hält kommt ein fremder auf selbiges zu. Beim Versuch das Auto zu verteidigen wird Chet geschlagen, und kann nichts dagegen tun, dass 2 Reifen einfach aufgeschlitzt werden. Chet verfolgt den Täter, bis dieser in einen blauen BMW einsteigt, hier endet die Verfolgungsjagd sehr schnell, da Chet von dem BMW angefahren wird. An seine Schulter denkt Chet Tage später schon nicht mehr, als er zusammen mit Barnie und dessen Sohn im Garten zeltet. Hier hört er aus der Ferne ein Hundeweibchen und will unbedingt zu ihr. Ein kurzer Sprung über den mannshohen Zaun und vor auf die Straße... Warte, das Auto kennt Chet, den Mann im Auto, auf der Beifahrerseite auch. Er beißt sich in desen Arm fest, was damit endet, dass er im Kofferaum landet. Der Chef soll entscheiden, was mit Chet passiert, und der findet den "Ungehorsam" von "Stalin" richtig toll, und möchte ihn für Hundekämpfe in New Mexico ausbilden. Chet gelingt die Flucht, er trifft mitten in der Wüste auf Biker, die ihn auf ihren Bikes in die nächste Stadt mit nehmen. Da er aber nicht bei ihnen bleiben kann gibt der Anführer ihn im dortigen Tierheim ab. Hier bleibt Chet eine dreitägige Frist um nach draußen zu kommen. Gerade als er auf den Tisch gespannt und zur Einschläferung vorbereitet wird kommt Suzie Sanchez in den Raum, sie schreibt einen Bericht über Tierheime. So kommt Chet sicher nach Hause. Barnies nächste Aufgabe besteht also darin diesen blonden Mann im blauen BMW zu finden, und versucht ganz nebenbei noch herauszufinden was Chet zugestoßen ist, in dem er versucht mit ihm seine Fluch rückwärts zu gehen. Ein letzter Spannungsbogen erhebt sich auf den letzten Seiten. Eine Wendung mit der ich nicht gerechnet habe. Als Chat von seinem Termin beim Hundefriseur zurück kommt ist das Haus leer. Wo ist Bernie? Eine spannende Suche und ein noch spannenderes Ende beginnen. Letzten Endes geht alles gut aus. Ob Barnie und Suzie letzenendes zusammen kommen musst Du schon selbst heraus finden.


Durch die Tatsache, dass die Geschehnisse von Chet und nicht von Barnie erzählt werden ist einfach mal etwas erfrischend anderes. Witzig erzählt mit einem Schuss hündischer Arroganz (wir alle wissen ja, dass Hunde besser hören und riechen können als wir) sorgt dafür, dass man das Buch flüssig durchlesen kann und nicht mehr aus der Hand legen möchte. Die Sprache, die der Autor gewählt hat ist leicht, flüssig und witzig. Der Handlungsstrang ist logisch und sinnvoll erzählt. 

Ich kann das Buch guten Herzens an Krimifans, die nicht immer alles all zu ernst sehen, und auch mal schmunzeln wollen empfehlen. Durch die Erzählweise aus Sicht des Hundes ist das Buch an keine Altersbeschränkung gebunden. Das Buch hat sich wahrlich einen Platz in meinem Schrank verdient. 

Das Cover ist rosa, lediglich ein Labradorwelpe ist auf der rechten Seite zu sehen. Vergleicht man diesen mit den Beschreibungen Chets im Buch, kann man sofort den logischen Schluss ziehen, dass dieser abgebildete Welpe Chet sein soll. Auch wenn dieser Welpe den größten Teil des Buches einnimmt drängt es sich nicht sofort in den Vordergrund. Der in gelb gehaltene Name des Autors, der in schwarz gehaltene Untertitel und der in weiß gehaltene Haupttitel wirken keinesfalls deplaziert und müssen sich nicht vor dem Labrador verstecken.

Wer auf Krimis steht, und mal etwas anderes möchte ist mit diesem Buch gut beraten. :)




Der letzte Satz

Ich stand auf, lief zum hinteren Zaun und sprang drüber, hinein in die Nacht.
 
Das Buch bekommt von mir 5/5 Sterne

Super gelungener Erstlingsroman, der Lust auf mehr macht



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